Einfach war das nicht, denn auf der Kippe stehende Spiele gab es genug. Doch im Unterschied zum Jahr davor hatten die Basketballerinnen die mentale und physische Stärke, um auch knappe Dinger zu gewinnen. 15 Siege haben sie insgesamt davongetragen. „In sechs oder sieben Partien haben wir bereits mit zehn und mehr Korbpunkten zurückgelegen und sie am Ende dennoch umgebogen“, sagt Christof Lurse nicht ohne einen gewissen Stolz auf diese Leistung. „Der Teamgeist hat den Unterschied gemacht und uns gerade in schwierigen Phasen geholfen.“
Das ist auch der Grund, warum Lurse und seine Spielerinnen fast traurig waren, dass die Saison schon vorbei ist. „Wir hätten gern noch ein paar Wochen gemacht“, sagt der Trainer schmunzelnd und unterstreicht damit, dass die Stimmung super ist. Dementsprechend gibt es für die kommende Spielzeit kaum etwas zu verbessern - allenfalls die Trainingsbeteiligung, die ein bisschen zu wünschen übrig lässt. „Das liegt aber daran, dass die meisten meiner Spielerinnen mit beiden Beinen im Berufsleben stehen“, zeigt Lurse Verständnis.
Dringend sucht der Trainer noch eine fähige Aufbauspielerin. Im Gegensatz zur Centerposition und den Flügeln, die hervorragend besetzt sind, herrscht auf der zentralen Position im Spielaufbau Mangelware, weil Kerstin Wittenbrink längerfristig ausfällt und Nicole Ostermann selten Zeit hat.
Mit Jennifer Keller hat Lurse aber immerhin eine fähige Flügelspielerin verpflichtet, die die Friesen-Basketballerinnen verstärken wird. Keller kommt von Westfalia Kinderhaus und hat bisher in der Bezirksliga gespielt. Zudem hofft Telgtes Übungsleiter, dass er eine Seniorenerklärung für die erst 13-jährige Lena Niet bekommen kann, die bereits seit einiger Zeit mit den Damen trainiert und trotz ihres jungen Alters eine Verstärkung sein würde.
Die Voraussetzungen sind demnach nicht die schlechtesten für die kommende Saison. „Gerne wollen wir den Erfolg dieser Saison wiederholen. Den Aufstieg peilen wir nicht an“, blickt Lurse voraus. „Wenn er sich ergibt, müssten wir noch mal besprechen, was wir machen.“

