Beide Beine brennen: Trainer Marc Schwanemeier hilft als Spieler aus

Basketball SG Telgte Wolbeck Baskets Beide Beine brennen Trainer Marc Schwanemeier hilft als Spieler aus image 1024 widthEigentlich steht Marc Schwanemeier in der Oberliga nur am Spielfeldrand. Foto: Aumüller

Telgte - Weil die zweite Mannschaft der Telgte-Wolbeck Baskets so viele Verletzte hat, half Marc Schwanemeier, der Trainer der Ersten, in der Landesliga-Truppe als Spieler aus. Auch wenn danach beide Beine und das Knie schmerzten, wird der Einsatz wohl keine einmalige Sache bleiben.

Am Montag tat das Knie noch weh. Und in beiden Beinen spürte Marc Schwanemeier einen knackigen Muskelkater. Halb so wild, geht ja alles wieder weg. Der 41-Jährige weiß, wo das herkommt. Nach fast dreijähriger Pause stand der Coach des Oberligisten Telgte-Wolbeck Baskets am Samstag mal wieder selbst auf dem Feld. Er half in der zweiten SG-Mannschaft aus. Die Landesliga-Truppe gewann gegen den TV Gladbeck mit 71:62.

Dass Schwanemeier Landesliga spielen kann, ist keine Frage. Als junger Kerl hat er es in den 90-er Jahren beim TuS Herten (heute Hertener Löwen) auf sechs Einsätze in der 1. Bundesliga gebracht. Und von 1994 bis 2008 spielte er 14 Jahre lang in der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft.

Schnell aus der Puste

Das Problem: Schwanemeier hat in den vergangenen beiden Jahren gar nicht mehr und in der Saison davor nur zwei oder drei Mal gespielt. Auf dem Flügel und als Center stand er am Samstag in der zweiten Mannschaft insgesamt mehr als eine Viertelstunde unter dem Korb. Er war schnell aus der Puste. „Es war aber ganz okay. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Wir sind auf Risiko gegangen.

Marc Schwanemeier

Er ist eingesprungen, weil die Baskets-Reserve aufgrund einiger Verletzungen Personalsorgen hat. „Ich habe angeboten, dass ich zumindest in den Heimspielen dabei sein kann, wenn zu wenige Leute da sind“, erklärt Schwanemeier, der verheiratet ist und zwei Kinder hat. „Ich denke schon, dass ich in dieser Saison noch öfter aushelfen werde.“

Dass sich die Situation bei der Zweiten aus Telgte-Wolbeck in naher Zukunft gravierend verbessert, ist nicht abzusehen. „Es war ja recht spontan, dass die Mannschaft in die Landesliga gekommen ist. Wir sind da auch auf Risiko gegangen“, erläutert der Trainer der Ersten. „Es wäre schön, wenn die Klasse gehalten werden könnte. Dann könnte der Verein die nächste Saison in Ruhe viel besser planen.“ Auch als Unterbau für die Oberliga-Truppe ist die Reserve wichtig.

Also geht Schwanemeier nach der Herbstpause wieder aufs Parkett, wenn Not am Mann ist. Was soll’s, wenn die Beine danach ein bisschen brennen.

Zum Spiel
Die Telgte-Wolbeck Baskets II gewannen gegen den TV Gladbeck mit 71:62. Das erneut veränderte Team hatte vor allem in der Offensive Schwierigkeiten im Zusammenspiel. Nach dem ersten Viertel lag der Gastgeber mit 6:20 zurück. Die kleinen Gladbecker machten geschickt die Räume eng. Doch mit seiner langen Bank, einer aggressiven Verteidigungsarbeit und schnellen Ballvorträgen drehte Telgte-Wolbeck das Spiel. Dohmen (17), Schilling (14), Schwanemeier (9), Schaefer (8), Knuth (6), Oehms (4), Kummer (4), Anssari (4), Hergert (3), Vater (2).


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