Zwei Spitzenspiele in sechs Tagen: SG Telgte-Wolbeck zuerst in Kinderhaus

Oberliga - 7.Spieltag:   So, 02.12.2018 - 14.00 Uhr   SCW Kinderhaus - SG TWB 1  

 

Jonah Dohmen will mit den Telgte-Wolbeck Baskets nach ganz oben. Foto: Aumüller

 

 

 

Zwei Spitzenspiele in sechs Tagen: SG Telgte-Wolbeck zuerst in Kinderhaus

Telgte - Die Karten in der Spitzengruppe der Oberliga werden in den nächsten sechs Tagen neu gemischt. Erst spielt die SG Telgte-Wolbeck in Kinderhaus, dann gegen die BBG Herford II. Diese drei Mannschaften sind noch ungeschlagen. Das Duell bei Westfalia Kinderhaus bietet besondere Emotionen.

 

Solch ein goldenes Händchen muss man haben, wenn man einen Spielplan gestaltet. In der Basketball-Oberliga stehen mit der BBG Herford II, den Telgte-Wolbeck Baskets und Westfalia Kinderhaus drei Mannschaften mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus sechs Spielen vorne. In den nächsten beiden Runden werden die Karten in dieser Spitzengruppe definitiv neu gemischt. Erst gastiert die Spielgemeinschaft aus Telgte und Wolbeck in Kinderhaus (Sonntag, 14 Uhr), sechs Tage später erwartet sie Herford.

Mit zwei Siegen dürften sich die Baskets schon mal sehr konkret mit dem Thema 2. Regionalliga anfreunden. „Ja, das stimmt“, sagt Trainer Marc Schwanemeier, rudert aber gleich zurück: „Es ist noch viel zu früh in der Saison für solche Gedanken. Das Wichtigste ist: Wir müssen verletzungsfrei bleiben.“ Was bei Verletzungspech mit einem Team passieren kann, zeige das Beispiel BC Leopoldshöhe. Hochambitioniert in die Saison gestartet, dümpeln die Ostwestfalen mit schon drei Niederlagen – eine davon gegen Telgte-Wolbeck – im Tabellenmittelfeld

Neues System funktioniert

Die Baskets mussten das Spielsystem umstellen, weil in ihrem Kader Center rar sind. Das funktioniere immer besser, so Schwanemeier. „Zuletzt gegen Schalke haben wir uns sehr gut bewegt und schnell gespielt. Das müssen wir so auch in den nächsten beiden Spielen hinbekommen.“

Die Herforder Zweite und Kinderhaus hat Schwanemeier nicht unbedingt oben erwartet. Bei der Reserve des Erstregionalligisten wundert er sich bei einem genaueren Blick auf den Kader nicht mehr. „Die Herforder haben ein paar gute neue Spieler“, so der Coach. Auch Kinderhaus spiele eine starke Saison.

„Wir dürfen uns auf keine Emotionen einlassen.“Marc Schwanemeier

Die Münsteraner und die SG waren in der Spielzeit 2016/17 direkte Konkurrenten an der Landesliga-Spitze. Telgte-Wolbeck setzte sich durch, ein Jahr später stieg auch Kinderhaus in die Oberliga auf. „Das wird ein heißes, sehr emotionales Spiel“, vermutet Schwanemeier. „Wir dürfen uns auf keine Emotionen einlassen und müssen unbedingt unser eigenes Spiel machen.“ Die Starting Five der Westfalia sei brandgefährlich. „Das sind die Scorer-Spieler, die von der Bank eher weniger“, weiß Schwanemeier. Voller Respekt sagt er: „Kinderhaus arbeitet als Team sehr gut in der Verteidigung.“

Um die zu knacken, steht den Baskets voraussichtlich der komplette Elf-Mann-Kader zur Verfügung. Bis Donnerstag jedenfalls hatte sich noch niemand beim Trainer abgemeldet. Max Reckers, eigentlich zwölfter Mann, ist in dieser Saison noch nicht zum Einsatz gekommen und steht bis auf Weiteres auch nur auf Abruf bereit.


 

Junge Perspektivspieler:

Zwei junge Flügel-Spieler trainieren mit dem Oberliga-Team der SG Telgte-Wolbeck, bekommen zunächst aber Praxis in der zweiten Mannschaft in der Landesliga. Nils Adel studiert in Münster. Zuvor hat der 19-Jährige beim TSV Bergedorf in der Nähe von Hamburg gespielt. Alexander Krone kommt aus Havixbeck. Der 16-Jährige tritt, ausgestattet mit einer Doppellizenz, weiterhin auch für den U 18-Nachwuchs des UBC Münster an. „Beide haben Perspektiven in der ersten Mannschaft, sollen aber erst mal Erfahrungen sammeln“, sagt SG-Coach Marc Schwanemeier. 

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