"nach tollem Kampf..." Zweite unterliegt den CityBaskets aus Recklinghausen nur knapp

Landesliga, Sa 08.12.2018 - 17 Uhr   SG TWB 2 - City Baskets Recklinghausen 3   62:65

Foto Ulrich Brunner

wieder einmal tolle Fotos von Ulrich Brunner!!!

Schade, da war wohl ein Sieg im Bereich des möglichen. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Coach Alexander Strestik eine volle Bank zur Verfügung. Aber es sollte am Ende gegen die in der Tabelle benachbarten Gäste aus Recklinghausen nicht reichen.

 


 

Nach tollem Kampf geht die 2. in der letzten Minute unter
 

(alst) Mit 64:67 musste die 2. Herren am frühen Samstag-Abend die Waffen strecken, gegen den direkten Tabellennachbarn, den Citybasket Recklinghausen3.
"Eine Niederlage, die auf meine Kappe geht", konstatiert Coach Strestik nach dem Spiel, "erst verbrenne ich eine Time-Out für ein "hail-mary-play" für eine Sekunde, dann verpasse ich es meine letzte Auszeit in den letzten 90 Sek. zunehmen um das Team auf ein besseres Clock-Management einzustimmen". Sicherlich ist über den Spielverlauf von 40 Minuten  vieles passiert, was verbesserungswürdig erscheint, auch hat der Coach an diesem Abend keine Freiwürfe versemmelt. Aber als es hart auf hart kam, spielten auch seine Miscues eine entscheidene Rolle im Verlauf des Endspurtes. Doch was ist passiert.
Das erste Mal in der Saison konnte mit voller Bank angetreten werden. Eröffnet wurde der Reigen mit einem Dreier von dem einmal mehr stark aufspielenden Jonah Dohmen, den der Gast mit einem 8-0 Run beantwortet. Zur Mitte des Viertels war das Spiel wieder ausgeglichen und es folgten 5 Führungswechsel und 5 Ausgleiche, bis hin zum Einstand 21:21 zur Viertelpause.
Auch im zweiten Spielabschnitt legten die Hausherren vor und gingen mit 7 Punkten in Front, doch der in blau spielende Gegner verstand es mit 4 Dreiern in Schlagweite zu bleiben und zur Halbzeit stand es nur noch 42:39 für die SG.
Im dritten Durchgang ließ #6 der Gäste Jonathan Slowinski seine Zweitligaerfahrung,  Treffsicherheit und Dominaz durchblitzen, Quatsch aufstrahlen, seine Qualitäten waren bekannt und doch war die erste Halbzeit, in der er nur 5 Punkte beisteuerte, Blendwerk, jetzt erzielte 15 der 17 Viertelpunkte der Citybasket im Alleingang, inklusive 4 Dreier.
Doch es war nicht die Scoring-Explosion des Slowinskis, sondern die nun stärker werdene Defense des Gegners, die die Zweitvertretung schwimmen lies. Nur 8 Punkte sollten zusammenkommen, so sah man sich einem 6 Punkte Rückstand zu beginn des Schlußviertels gegenüber. Doch in der Defense kämpfen konnten und wollten Unsere auch und hielten nur ihrerseits den Widersacher einstellig, doch immer noch lag man 90 Sek. vor Ende 2-Possesions hinten. Soll heißen man brauchte mind. Ballbesitze und daraus 2 Korberfolge zum Ausgleich oder zur Führung. Die Anzeigetafel zeigte 60:64 an. Legt man die vollen 24 Sek. für einen Fullcourt Angriff zu Grunde und weiss, das man eigene Ballbesitze schneller abschließen kann, immer noch genug Zeit. Also ca. 5 Possesions, wobei der Citybasket bereits im Ballbesitz war, die Devise muss lauten Gegner legal stoppen, selber schnell scoren, Gegner legal stoppen und dann entsprechend der verbleibenden Spielzeit entweder den letzten Ballbesitz zum Gamewinner o. Ausgleich nutzen oder wenig Zeit auf der Uhr lassen, um so ein letzten erfolgreichen Stopp zuspielen. Doch als Alexander Krone ein unplatziertes Foul an der Mittelfeldlinie als Unsportliches ausgelegt bekommt, bekamen die Recklinghauser 2 Freiwürfe und den Ball zugesprochen. Glücklicherweise wurde nur ein FW verwandelt und auch mit 5 hinten hatte sich an der Situation nichts geändert. Der anschließende Angriff der Blauen wurde gestoppt und man bekam nun nach Teamfouls selber an die Linie. Beide Bunnies wurden aber vergeben. Das ist der Zeitpunkt der verpassten Auszeit. Nun waren nur noch 60 Sek. auf der Uhr, also 3 volle Ballbesitze und Ball in Feindes Hand. Hier hätte die Ansage kommen müssen, ein sog. Stop-the-Clock zu spielen, um die Angriffe abzukürzen und an die Freiwurflinie zu verlegen. Die Ansage blieb aus und die Zweite ging in einem Helter-Skelter, einem wilden Auf und Ab leer aus. Der Schlusspunkt, der Coast-to-Coast von Marius wäre nur bei einem Punkt Rückstand filmreif gewesen.
Treffenderweise trug der Coach ein blaue Kappe. Die Niederlage ging somit größtenteils auf seine Kappe.

Das Spiel im 5-Minuten-Protokoll:
9:8 (5. Minute), 21:21 (1. Viertel), 35:32 (15. Min), 42:39 (Halbzeit), 47:47 (25. Min), 50:56 (3. Viertel), 58:60 (35. Min), 62:65 (Endstand)

Es spielten: Jonah Dohmen (23 Punkte / davon 5 Dreier), Marius Schaefer (13/1), Alexaner Krone (8), Markus Knuth (6) Steffen Ernsting (4), Dominik Schniederjann (2), Marc Schwanemeier (2), Christian Vogel (2), Nico Knoblich (dnp-cd) und Justin Kummer (dnp-cd)

 

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